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Kurze Antwort: Für nahezu alle geschäftlichen und gewerblichen Websites in Deutschland gilt: Ja. Sowohl Impressum als auch Datenschutzerklärung sind gesetzlich vorgeschrieben. Wer sie weglässt, riskiert Abmahnungen und Bußgelder.

Impressumspflicht

Das Impressum ist gesetzlich in § 5 TMG (Telemediengesetz) geregelt. Es muss auf jeder geschäftsmäßig betriebenen Website leicht auffindbar, direkt erreichbar und vollständig sein. Pflichtangaben sind unter anderem:

Wer braucht ein Impressum? Unternehmen jeder Größe, Freiberufler, Online-Shops, Blogs mit Werbung oder Monetarisierung, Vereine mit öffentlichem Auftritt.

Wer braucht kein Impressum? Rein private Websites ohne jeden geschäftlichen Bezug – zum Beispiel ein persönliches Tagebuch ohne Werbung und ohne Produkte oder Dienstleistungen.

Datenschutzerklärung

Die Datenschutzerklärung ist durch die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) und ergänzend durch § 13 f. TMG geregelt. Du ist immer dann erforderlich, wenn die Website personenbezogene Daten verarbeitet. Das ist heutzutage fast immer der Fall, sobald eines der folgenden Elemente eingesetzt wird:

Die Datenschutzerklärung muss erklären, welche Daten erhoben werden, zu welchem Zweck, auf welcher Rechtsgrundlage und wie lange sie gespeichert werden.

Was passiert ohne Impressum?

Fehlt das Impressum oder ist es unvollständig, drohen Abmahnungen — auch von Mitbewerbern. Die Kosten solcher Abmahnungen können schnell in den vierstelligen Bereich gehen, selbst wenn der Fehler klein ist. Eine fehlende Telefonnummer oder eine falsche Adresse reicht.

Ich empfehle für das Impressum den Generator von eRecht24 — der ist kostenlos, aktuell und rechtlich geprüft. Für die Datenschutzerklärung ebenfalls. Beide Texte baue ich bei Projektabschluss korrekt in Deine Website ein — verlinkt im Footer, leicht auffindbar.

Eine letzte Sache, die viele vergessen: Impressum und Datenschutzerklärung müssen auch bei Änderungen aktuell bleiben. Neue Kontaktdaten, ein neues Tool auf der Website (z. B. ein Chat-Widget), eine neue E-Mail-Adresse — all das kann eine Aktualisierung der rechtlichen Texte erfordern. Im Zweifel lieber einmal zu oft prüfen als eine Abmahnung riskieren.

Wer beides nicht oder nicht korrekt einbindet, riskiert Abmahnungen — die im schlechtesten Fall mehrere hundert bis tausend Euro kosten können, plus Folgekosten. Bei jedem Projekt, das ich umsetze, gehören saubere Rechtstexte deshalb selbstverständlich dazu — kein Aufpreis, keine Diskussion.

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